Spuren des 17. Geburtstags

Es war ein richtig schöner Tag, an dem sich die Sonne immer mal wieder blicken ließ. Im Bild der Geburtstagskuchen, der im letzten Beitrag noch im Ofen war. Mittlerweile verspeist und für sehr gut befunden 🙂 Den Abend verbrachten wir mit Freunden am wärmenden Feuer. Unser Dank gilt allen, die an Jaël gedacht und so liebevoll zum Ausdruck gebracht haben, welche Spuren sie in ihrem Leben hinterlassen hat. Dass unsere Tochter in so vielen Herzen weiterlebt, ist für uns ein wundervolles Geschenk.

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Happy Birthday, liebste Jaël

Samstag, der 15. September 2018. Aus der Küche strömt der Duft eines Kuchens im Ofen, Shabnam backt einen mallorquinischen Mandelkuchen. Heute wäre unsere Tochter Jaël 17 Jahre alt geworden. Der vierte Geburtstag, den wir getrennt von ihr feiern müssen. Wir erinnern uns dankbar an die gemeinsame Zeit, an ihr Lächeln, ihre ansteckende Lebensfreude. Jaël ist immer präsent, auch wenn sie nicht körperlich anwesend ist. Und auch heute spüren wir, wie sie uns daran erinnert, nicht zu viel zu grübeln, sondern den Augenblick zu genießen:

Jaël lehrte uns, dass der Augenblick wesentlich mehr zu bieten hat, als nur der Übergang zwischen Vergangenheit und Zukunft zu sein. Das Jetzt war Jaëls Zeit, sie war mit allen Sinnen im Augenblick und kostete ihn aus. Ob während einer Umarmung, im tiefen Augenkontakt, beim Spielen mit dem kompletten Inventar ihrer Spielekiste, beim Essen. Immer war das, was gerade war, das Wichtigste. Das war ihr Ort. Glücklich derjenige, der mit ihr in diesen Moment eintauchen konnte, der es schaffte, nicht über gestern oder morgen zu grübeln, sondern mit der vollen Aufmerksamkeit im Moment zu sein. (Umarmen und loslassen, Seite 237)

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Einzigartig, wunderbar, geliebt

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An Jaëls erstem Todestag

Schwer zu glauben, dass unsere geliebte Jaël nun schon seit einem Jahr nicht mehr bei uns ist. Das Jahr ohne sie war durch Reisen und neue Aufgaben sehr ereignisreich. Und doch gab und gibt es keinen Tag, an dem sie nicht in unseren Gesprächen und Gedanken präsent wäre. Es gibt keinen Tag, an dem wir sie nicht vermissen. Die Erinnerung an sie ist jedoch nicht nur schmerzhaft. Jaël schafft es immer noch, ein Lächeln auf unsere Lippen zu zaubern.

In den letzten Monaten haben wir unglaublich viel Zuspruch erhalten. Unzählige Mails und Briefe erreichten uns, und viele liebevolle Gespräche zeigen, dass unsere Jaël nicht vergessen ist. Danke an alle, die uns in diesem Jahr so wundervoll unterstützt und an uns gedacht haben. Auch wenn wir nicht alles beantworten konnten, sind wir dankbar für jede Zeile, jede Aufmerksamkeit, jede kleine Erinnerung an unsere Jaël. Was bleibt ist die Dankbarkeit für ihre unendliche Liebe und die Erinnerung an ihr herzerwärmendes Lächeln und ihre vor Fröhlichkeit funkelnden Augen.

Wie geht es nun für uns weiter ohne unsere Jaël? Manche fragen, ob wir uns weitere Kinder wünschen. Ganz ehrlich: Wozu? Jaël hat mit uns die schönste Liebesgeschichte geschrieben. Einen Bestseller. Was könnte erfüllender sein als diese 13 Jahre? Wir haben von Jaël so viel gelernt (Jaëlkompetenz). Diesem Erbe möchten wir gerecht werden und ihre Kompetenzen weitergeben an andere. Sei es durch Begegnungen, Unterrichtseinheiten in der Schule (wie neulich im Reli-Unterricht eines Gymnasiums) oder im Rahmen unserer beruflichen Tätigkeiten. Schließlich sind und bleiben wir Eltern. Und haben dazu noch viele Kinder um uns herum, denen wir Jaëls Liebe zuteil werden lassen können.

 

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Gedenkgottesdienst

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“Ich will dir danken, weil du ihre Namen kennst, Gott meines Lebens.”

Dieser Liedruf erklang gestern im Gedenkgottesdienst der Kapelle der Uniklinik Düsseldorf, als die Namen der verstorbenen Kinder genannt und für sie eine Kerze entzündet wurde. Gedacht wurde aller Kinder, die im vergangenen Jahr im Klinikum oder in der Betreuung des Palliativteams zu Hause verstorben waren. Die Atmosphäre war geprägt von der Trauer über den Verlust sowie der Sehnsucht nach dem geliebten Kind.

Gemeinsam mit den Ärzten und Schwestern, die Jaël betreut hatten, an sie zu denken, war gleichzeitig traurig und schön, schmerzhaft und tröstlich. Man konnte merken: Nicht nur wir als Eltern, auch die Ärzte und Schwestern brauchen einen Ort, um zu gedenken und zu trauern. Herzlichen Dank an das Kinderonkologie- und Palliativ-Team für die liebevolle Vorbereitung dieses Gottesdienstes. Eine weitere wertvolle Station auf unserem Weg zu Jaëls erstem Todestag.

 

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