Gedenkgottesdienst

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“Ich will dir danken, weil du ihre Namen kennst, Gott meines Lebens.”

Dieser Liedruf erklang gestern im Gedenkgottesdienst der Kapelle der Uniklinik Düsseldorf, als die Namen der verstorbenen Kinder genannt und für sie eine Kerze entzündet wurde. Gedacht wurde aller Kinder, die im vergangenen Jahr im Klinikum oder in der Betreuung des Palliativteams zu Hause verstorben waren. Die Atmosphäre war geprägt von der Trauer über den Verlust sowie der Sehnsucht nach dem geliebten Kind.

Gemeinsam mit den Ärzten und Schwestern, die Jaël betreut hatten, an sie zu denken, war gleichzeitig traurig und schön, schmerzhaft und tröstlich. Man konnte merken: Nicht nur wir als Eltern, auch die Ärzte und Schwestern brauchen einen Ort, um zu gedenken und zu trauern. Herzlichen Dank an das Kinderonkologie- und Palliativ-Team für die liebevolle Vorbereitung dieses Gottesdienstes. Eine weitere wertvolle Station auf unserem Weg zu Jaëls erstem Todestag.

 

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Jaëls 14. Geburtstag

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Der Abendhimmel vor Jaëls 14. Geburtstag beschert uns dieses wunderbare Bild. Der Regenbogen, für uns ein schöner Gruß von oben. Wird da vielleicht reingefeiert? – Für uns ist ihr erster Geburtstag nach dem Abschied ein weiterer wichtiger Meilenstein. Vor einem Jahr saßen wir noch zusammen mit Großeltern und Freunden und mit ihr. Jaël freute sich über die Gemeinschaft und über die hell brennenden Kerzen. Und wir uns über sie. Morgen findet die Geburtstagsparty zum ersten Mal ohne uns statt. Eltern müssen draußen bleiben. Typisch Teenager, könnte man meinen. Aber anders als geplant. Wir werden von hier unten in Liebe an sie denken. Und mit Großeltern und Freunden zum Grab gehen.

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Am Ziel

Zurück in der Heimat sind wir seit zwei Tagen, und im Gepäck haben wir viele dankbare Erinnerungen an eine unvergessliche Zeit. Zum Beispiel den Zieleinlauf des Maxmo-Teams in Annapolis. Dank unseres Freundes Philipp, der uns vom Flughafen Baltimore abholte, konnten wir direkt nach Annapolis durchfahren. Dort begrüßten wir wenige Stunden später das Team nach über 3.000 zurückgelegten Meilen nach 6 Tagen und 3 Stunden im Ziel. Platz 2 beim Race Across America! Was für eine Leistung! Wir gratulieren diesem wunderbaren Team und freuen uns über die Sponsorengelder in Höhe von 30.000 Euro, die für das Palliativteam der Uni-Klinik Düsseldorf „Sternenboot“ gesammelt werden konnten (RP Online und raceacrossamerica.org berichteten).

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Fotos: (c) Team MAXMO / www.jaelswelt.de

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Grüße aus USA

Bixby Bridge

Wir haben es getan. Wir sind unserem inneren Impuls gefolgt und in die Staaten geflogen, um dabei zu sein, wenn am 20.6. ein Sportler-Team für einen besonderen Zweck beim Race Across America an den Start geht und unsere Tochter im Herzen von der Westküste zur Ostküste mitnimmt.

Aber noch mal langsam von vorne. Im April 2014 besuchten uns Dr. Walter Kaiser und Oliver Dienst mit der Bitte, dass Jaël als Gesicht einer Sponsoring-Aktion zur Verfügung steht. Die Fahrer des Maxmo-Teams haben sich zum Ziel gesetzt, die 4.800 Kilometer des Race-across-America für das Kinderpalliativ-Team Sternenboot der Uni-Klinik Düsseldorf zu bewältigen. Damit Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen auch zukünftig zu Hause betreut werden können.

Wie wichtig diese Betreuung ist, haben wir hautnah erlebt. Das Team aus Ärzten und Pflegenden kam zu uns nach Hause, wenn es Jaël aufgrund von Infekten nicht gut ging, um ihr z.B. eine Infusion zu legen. Dadurch konnte uns oft ein mehrtägiger Klinikaufenthalt erspart werden. Auch als es Jaël gut ging, schaute das Team regelmäßig vorbei, um uns zu begleiten und zu beraten. Sie betreuten uns im Prozess des Abschiednehmens und sorgten dafür, dass alles zu Hause im familiären Umfeld geschehen konnte. Diese Unterstützung war für uns unglaublich kostbar und hilfreich.

charity_02Zurück zum Race across America: Nachdem unsere Jaël am 1. Dezember 2014 gegangen war, erhielten wir einen berührenden Brief, in dem das Maxmo-Team ausdrückte, was die Begegnung mit Jaël ihnen bedeutet hat und dass sie „Jaël im Herzen mitnehmen werden von der Westküste zur Ostküste“. Wir lasen den Brief und dachten spontan beide: Wenn sie Jaël „mitnehmen“, wollen wir beim Start dabei sein. Um den Fahrern Rückenwind zu geben. Und um dabei selbst einen weiteren Schritt im Trauerprozess zu gehen.

Denn eins haben wir gelernt auf dem Weg: Dem Bauchgefühl folgen, auf innere Impulse hören tut gut auf dem Weg des Abschiednehmens. Und so sind wir jetzt in den Staaten und auf dem Weg über den Pacific Highway Richtung Süden, wo wir das Maxmo-Team treffen werden. Während wir das hier schreiben, machen im Hintergrund die Möwen und Seehunde lautstark auf sich aufmerksam, und die Sonne geht auf über Morro Bay. In 4 Tagen ist Rennbeginn, wir freuen uns dabei zu sein – let´s go MAXMO!

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