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12. Jun. 2007

img_5328.jpg Da unser Rückflug erst am Abend startet, bleiben noch ein paar Stunden im Hotel, die wir am Pool verbringen. Jaël tankt auf der Liege etwas Schlaf nach. Damit hat sie genug Kraft für einen entspannten Nachtflug zurück nach Deutschland. Nun ist unsere Berichterstattung von Jaëls zweiter Delphintherapie endgültig beendet. Aber wir werden auch weiterhin in diesem Weblog ab und an unsere Gedanken und Erfahrungen niederschreiben.

12. Jun. 2007

img_5265.jpgAm Sonntagnachmittag sind wir eingeladen, am Sommerfest der evangelischen deutschsprachigen Gemeinde in Denia teilnehmen. Das Fest beginnt mit einem Gottesdienst in der Ermita Las Rotas. So erleben wir mitten in Spanien einen deutschen Gottesdienst mit Liedern wie “Lobe den Herren” oder “Geh aus mein Herz und suche Freud”. Auffällig ist die Sangeskraft der versammelten Gemeinde. Danach wird im schönen Innenhof vor der Kapelle gemeinsam gegessen. Die Gemeinde hat Kuchen und Salate vorbereitet. Für uns eine schöne Erfahrung am Ende unseres Spanien-Aufenthaltes.

10. Jun. 2007

09-06_01.JPG Der letzte Tag im Delphinarium. Jaël hat offensichtlich Schmerzen. Wir nehmen an, dass es ihr verletztes Auge ist, das in diesen Tagen durch Sonne und Chlorwasser zusaetzlich gereizt ist. Naechste Woche steht da noch ein Arzttermin an. Aber jetzt muessen wir erst mal durch diesen Tag. Jaël weint vor und nach ihrem Fruehstueck, so heftig, dass wir unser eigenes Fruehstueck abbrechen muessen. Die Fahrt zum Tierpark ist trotz Verdunkelung mit grossem Handtuch sehr nervenaufreibend.

Im Delphinarium angekommen treffen wir Birgit und Tenisha. Und - Ueberraschung - auch Jaëls Physiotherapeutin und ihr Mann sind nach gestern noch mal am Start. Wir freuen uns. Die letzte Einheit im Delphinbecken hat etwas von Abschied. Jaël vergiesst zu Beginn und auch am Schluss wieder einige Traenen. Dazwischen versucht sie noch ein paar Eindruecke aufzufangen.

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Die Delphine sind heute extrem bemueht um Jaël und halten sich viel bei ihr auf. Es ist schon erstaunlich, wie diese Tiere ganz sensibel abschaetzen koennen, was beim jeweiligen Kind dran ist. Heute ist nichts mit Toben. Da wird ganz vorsichtig zu Werke gegangen. Als Jaël heftig weint, koennen einem die Delphine schon leid tun. Sie geben wirklich alles, scheinen aber selber etwas verunsichert, warum Jaël darauf nicht eingehen kann.

09-06_03.JPGNach insgesamt 3 Stunden Delphintherapie in dieser Woche verlassen wir nun also den Tierpark Mundomar. Wir sind sehr dankbar, noch einmal die Moeglichkeit gehabt zu haben, Jaëls Entwicklung von der einen oder anderen Delphinschnauze anstupsen zu lassen. Was daraus wird? Wer kann das schon sagen?

Jedenfalls sitzt sie jetzt hier mit uns am PC und ist ganz fidel. Und wenn wir sie fragen: “Jaël, wie war es denn mit den Delphinen?”, dann geht ihr Blick konzentriert in die Ferne, und ihre Mundwinkel heben sich zu einem genussvollen Laecheln.

Ein herzliches Dankeschoen geht heute besonders an Birgit und Branko Weitzmann, die uns dieses Erlebnis ermoeglicht haben. Und die sich ganz liebevoll um Jaël und uns gekuemmert haben. Wer Jaël schon mal im Sonnenlicht ein paar Momente auf dem Arm gehalten hat, weiss, welche koordinatorische Meisterleistung Branko hier vollbracht hat. :-) Vielen Dank Euch!

10. Jun. 2007

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Heute hat Jaël Unterstuetzung im Zuschauerraum. Tante, Onkel und Physiotherapeutin mit Mann sind extra aus Deutschland angereist und geben kraeftig Rueckenwind. Was Jaël wohl denkt, als ihre Physiotherapeutin aus dem Kindergarten heute in Spanien ploetzlich vor ihr steht? Sie sieht ziemlich verdutzt aus, erkennt sie aber und laechelt, als Carola sie begruesst und die Gruesse ihrer Kindergarten-Gruppe ueberbringt.

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Bei so viel Unterstuetzung laesst sich Jaël auch nicht lumpen und strengt sich richtig an, obwohl ihr das Sonnenlicht auch heute kraeftig zusetzt. Heute ist kein Weinen zu vernehmen. Die ersten 10 Minuten im Becken hauen voll rein. Mit der Hand erwischt sie die eine oder andere Delphinschnauze und blinzelt interessiert unter ihrer Kappe hervor, waehrend Branko eine kleine Wasserschlacht mit dem Delphin initiiert.

08-06_03.JPG Als dann die Pfiffe der Delphintrainer ertoenen (womit klar ist, dass der Kontakt mit den Delphinen durch Fuetterung und Training unterbrochen wird), hat Jaël bereits 10 Minuten intensiver Begegnung hinter sich. Das sind genug Reize, um sie voran zu bringen.

Danke an alle, die Jaël und uns so toll unterstuetzen! Egal ob hier vor Ort oder zu Hause oder durch eure lieben Kommentare und Gruesse. Ihr koennt euch gar nicht vorstellen, wie viel uns das bedeutet…

7. Jun. 2007

Zu Donnerstag gibt es leider nicht viel zu sagen und zu schreiben. Es geht irgendwie gar nichts. Jael geht es nicht gut. Sie kommt mit dem Tageslicht nicht klar und zieht sich in sich selber zurueck. Waehrend der Therapie beginnt sie zu weinen, was sie noch nie gemacht hat. Liegt es an den lauten Pfiffen der Fuetterung und Trainingszeit, die die Therapieeinheit unterbrechen? Oder sind es die von springenden Delphinen verursachten Wellen mit Chlorwasser, die ihr ins Auge spritzen und sie damit lahmlegen? Man weiss es nicht. Lassen wir es einfach dabei bewenden - der Tag wird sicher nicht in Jaels Annalen eingehen. Das war einfach nix.
Aber am Freitag wird alles anders - denn da bekommt Jael Besuch aus Deutschland. Und dem will sie das mit der Delphintherapie mal richtig vorfuehren.

6. Jun. 2007

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Wer kennt sie nicht, diese Tage, an denen man einfach einen schlechten Start erwischt? So einen hat Jael heute. Spaet eingeschlafen - wobei sie das die letzten Tage immer so macht - und weinend aufgewacht. Keine Ahnung, was da schief laeuft. Vielleicht ist es auch der Hunger. Denn nach dem Fruehstueck sieht der Tag bereits etwas besser aus. Doch auch die Fahrt nach Mundomar verlaeuft ziemlich krampfig. Jael kriegt die Augen nicht auf und kauert sich im Kindersitz zusammen. Auch kurz vor ihrem Termin auf der “Delphincouch” ist die Stimmung relativ blue. Branko uebernimmt eine offensichtlich schlecht gelaunte, mit den Lichtverhaeltnissen voellig ueberforderte, kleine Jael.

Aber gute Laune steckt an. Denn was Jael nicht wusste: Der Tag in Mundomar scheint voellig entgegengesetzt gestartet zu sein. Alle Delphine haben offensichtlich gut geschlafen und verbreiten in den voneinander abgetrennten Becken beste Laune, wie Branko uns bei der Uebergabe berichtet. Dann wollen wir mal sehen, wer sich hier gleich durchsetzt.

06-06_02.JPGJael ist gerade drin, da sind die Drei schon da. Freudige Begruessung, man merkt, dass bei ihnen die Scheu vor Jael gewichen ist. Wir erleben eine halbe Stunde voller verspielter Beruehrungen und kecker Wasserschlachten. Immer wieder bespritzen die Delphine Branko und Jael mit Wassersalven. Bald schon faellt bei Jael die Verteidigungsmauer, und sie oeffnet immer wieder vorsichtig die Augen, um zu sehen, was hier abgeht. Dann geht sie zu einem ersten vorsichtigen Gegenangriff ueber und beginnt, selber mit dem Arm aufs Wasser zu schlagen. Das kommt gut an. Ein Ziehen am Fuss, eine Hand an der Flosse und der Nase. Nach dem Bilderbuch-Studium von gestern ist heute viel Koerperkontakt angesagt. Das ist super, denn genau das hatten wir uns fuer heute gewuenscht. Die Fotos koennen das nur begrenzt wiedergeben, aber wir haben noch viel mehr im Gepaeck (Shabnam hat heute 153 Fotos gemacht!), auch klasse Videoaufnahmen.

Zurueck in der Umkleide grosses freudiges Gekreische. Jael hat richtig Spass gehabt. Und wir auch. Gute Laune setzt sich immer durch, irgendwann. Und so verlassen wir auch heute den Ort des Geschehens mit einem Laecheln im Gesicht.
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5. Jun. 2007

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Ein schoener Tag.
10.30 Uhr. Jael sitzt relaxed im Auto und geniesst die Hinfahrt nach Mundomar regelrecht. Sie lautiert viel und scheint voller Vorfreude auf das naechste Rendezvous in Neopren.
12.00 Uhr. Heute geht es im Vergleich zu gestern wieder etwas beschaulicher zu im Delphinarium von Mundomar. Alles etwas entspannter.
12.30 Uhr. Als Branko mit Jael das Becken betritt, liegt bereits der erste Delphin neugierig auf der Lauer (*Sorry, Andi, der musste jetzt sein…*). Jael gibt sich Muehe und haelt die Augen auf trotz extremer Lichtspiegelung im Wasser. Die drei Delphine kreisen immer wieder im Becken eng um Branko und Jael herum. Ab und zu ein Stubser an die nackten Fuesse und wieder weiter. Zwischendurch bekundet Jael ihre Freude durch sanfte Schlaege auf die Wasseroberflaeche.

Nach 10 Minuten zieht sich Branko mit Jael in den flacheren Bereich des Beckens zurueck und schnappt sich ein wasserfestes Bilderbuch. Das bedeutet aber keine Therapiepause. Denn was jetzt abgeht, ist zwar fuer das blosse Auge nicht so gut zu sehen, aber dafuer wissenschaftlich belegt. Studien haben gezeigt, dass Kinder im Wasser bei Anwesenheit von Delphinen 4-10 mal schneller lernen und aufnehmen koennen. Diese Erkenntnis macht man sich bei der Delphintherapie zu Nutze. Durch den Ultraschall, den die Delphine zur Verstaendigung und Orientierung gebrauchen, wird das Kind in den Alphazustand versetzt. Das ist der Zustand, in dem ein Mensch z.B. kurz vor dem Einschlafen ist. In diesem Alphazustand sind wir extrem aufnahmefaehig. Daher auch die ganzen auditiven Fremdsprachenkurse nach dem Motto “Lernen im Schlaf”. Jedenfalls wird in den zweiten 10 Minuten der halbstuendigen Delphintherapie mit dem Kind etwas gelernt, um die erhoehte Aufmerksamkeit des Kindes zu nutzen. Diesen Steilpass koennen die Therapien zu Hause aufgreifen und weiter voranbringen

Hier klingt schon deutlich etwas an: Wunder sind von einer Delphintherapie nicht zu erwarten, auch wenn manche Organisationen oder Autoren im Zusammenhang mit Delphinen immer wieder kraeftig den Esoterik-Knopf betaetigen und dieses und jenes versprechen. Den entsprechenden Geldbetrag vorausgesetzt…

Aber zurueck zum Alphazustand. Den geniesst Jael mit ihrem Bilderbuch sichtlich. Sie ist sehr aufmerksam, schaut genau hin und versichert Branko durch verschiedene Reaktionen ihrer Zufriedenheit. Auch als wir sie in der Holzkabine aus dem Neoprenanzug pellen, strahlt sie uns an. Der Schokopudding am Nachmittag gibt die noetigen Kalorien fuer weitere Taten.

Das war der zweite Streich, und der dritte folgt sogleich. Aber vorher werden wir uns jetzt erst mal alle in den Alphazustand begeben. Bis morgen!

4. Jun. 2007

04-06_01.JPGHeute die erste Sitzung mit drei Delphinen. Waehrend die Grossen im Hauptbecken ihre Runden drehen, tummeln sich drei Delphin-Kinder im abgetrennten Therapiebecken und warten auf ihre Spielgefaehrten in den Neoprenanzuegen. Jael ist um 12.30 Uhr dran. Bereits beim Warten auf der Zuschauertribuene scheint sie sich in ihrem Anzug wohl zu fuehlen. Sehr selbstbewusste Kreischlaute sind da durch das ganze Delphinarium von ihr zu hoeren. Ob sie das auch im Therapiebecken bringt?

Branko uebernimmt das Paeckchen wie im letzten Jahr am Eingangstor. Dann Rettungsmontur um den Oberkoerper und rein ins Vergnuegen. Und siehe da - Brankos Ansprache kommt an. Jael meldet sich ganz selbstbewusst mit lauten Zwischentoenen. Die Augen versucht sie immer wieder unter ihrer Sonnenkappe zu oeffnen, was ihr auch am Anfang gut gelingt. Die Delphine kommen nun neugierig naeher und schwimmen immer wieder ganz knapp an ihr vorbei. Ab und zu eine kurze Beruehrung an Jaels nacktem Fuss (auf die Schuhe kann man im Juni schon verzichten), das macht Laune!

04-06_02.JPGNach 10 Minuten ploetzlich laute Pfiffe. Die Pfleger erscheinen am Beckenrand mit kleinen Eimern voller Fische. Da kann Jael nicht mithalten. Jetzt wird erst mal gefuttert und dabei trainiert: Drehen, Springen, Kunststuecke… Denn auch im Delphinarium muss man was tun, bevor man die Beute verspeisen darf. Waehrenddessen schaut sich Branko mit Jael ein wasserfestes Bilderbuch an.

Als die halbe Stunde zu Ende ist, lautet Brankos Resumee: Jael ist bereits am ersten Tag viel aufmerksamer und aktiver als im letzten Jahr. Das ist schoen. Und sie hat wieder einiges mitgenommen aus diesem ersten Tag. Die Eindruecke werden verdaut bei einem Stuendchen Mittagsschlaf am Hotelpool.
Bis Morgen, Freunde!

3. Jun. 2007

03-06_01.JPGWir sind gut gelandet und haben uns schon richtig eingelebt. Die spanische Sonne tut uns allen gut, auch wenn Jael den Schatten bevorzugt… Gestern waren wir bereits im Park Mundomar zu einem ersten Wiedersehen. Der Internetzugang ist leider nicht so gut erreichbar. Daher erst mal ein paar kurze Zeilen. Die Therapie startet morgen und laeuft bis Samstag immer um 12.30 Uhr fuer eine halbe Stunde. Die ersten Fotos und Berichte wahrscheinlich dann morgen. Liebe Gruesse an alle Daheimgebliebenen, wo auch immer ihr steckt. Und natuerlich an alle, die noch nachkommen - wir freuen uns schon auf euch! Besondere Gruesse gehen an Jaels Kindergartengruppe, die morgen ohne sie an den Start geht, waehrend Jael eine einwoechige Gruppe mit 3 Delphinkindern gruendet.

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