Beiträge mit Tag ‘Trauer’

Ein Jahr »Umarmen und loslassen«

Heute vor einem Jahr wurde ein Traum für uns wahr. Ein Traum, an dem wir ein Jahr lang geschrieben und gearbeitet hatten: Jaëls 13 Jahre zählende Lebensgeschichte erschien als Buch. Hardcover im Ludwig Verlag. Sehr liebevoll und wertig durch das Verlagsteam umgesetzt. Mit 32 Seiten Farbbildteil. Mehr als traumhaft.

»Umarmen und loslassen« war also geboren, und wir machten uns damit auf zu den Menschen. 140 waren es bei der Lesung zur Premiere im Kunstmuseum Solingen – ein Abend mit besonderer Tiefe. Es folgten viele weitere kostbare Begegnungen: In Cafés, Kinderhospizen, Schulen, in Köln oder Karlsruhe, Wuppertal oder Wien, im großen Berlin oder kleinen Hünfeld – jede Lesung hat ihre eigene “magische” Atmosphäre. Wie ein geschützter Raum, in dem Lebensthemen ehrlich reflektiert werden können, die in einer oft hektischen und oberflächlich wirkenden Zeit kaum ihren Platz finden.

Obwohl das Sterben von Kindern kein Thema ist, um das sich die Fernsehsender reißen, durften wir Jaëls Geschichte bei ZDF Volle Kanne und im SAT1-Frühstücksfernsehen erzählen. Diverse andere Formate und Zeitungen und Zeitschriften fanden ebenfalls ihren Zugang. Besonderes Highlight: Wir konnten einen Gastbeitrag für ZEIT (Christ und Welt) schreiben.

Doch am meisten begeistert uns der Dialog mit den Leserinnen und Lesern. Seit Erscheinen von »Umarmen und loslassen« haben wir viele Rückmeldungen bekommen, neben E-Mails auch handgeschriebene Briefe, die unser Herz berühren. Wir staunen: An einem Gymnasium in unserer Nähe ist »Umarmen und loslassen« bereits Oberstufenlektüre im Religionsunterricht. Und die Schülerinnen und Schüler schreiben sehr berührende Resümees darüber, was das Buch bei ihnen auslöst. Ein paar Worte aus unterschiedlichen Richtungen, durch die wir uns beschenkt fühlen, teilen wir hier mit euch.

„Die Art, wie ihr über Jaël erzählt, ist unglaublich, und es kommt einem so vor als würde man sie gekannt haben. Ihr erzählt eure Geschichte so liebevoll und konzentriert euch dabei nicht auf den Tod oder das ‚Ende‘, sondern auf das, was ihr mit Jaël erleben durftet. Es ist erstaunlich, wieviel dieses kleine Mädchen zuerst euch und nun auch uns (durch das Buch) beibringen konnte.“

Ein handgeschriebener Brief ging uns direkt ins Herz:

„Ein herzliches ‚Vergelt´s Gott‘ für das wunderbare, lichtvolle Buch. Das Buch bekam ich von meiner Buchhändlerin zu Weihnachten, es ist das wertvollste Geschenk, das ich in meinem Leben bekommen habe (ich bin 66 Jahre).“

Mancher schien überrascht, dass der Grundton des Buches positiv ist:

„… es ist das lebensbejahendste Buch, das ich seit langem gelesen habe.“

„Das Buch bejaht das Leben wie kein anderes.“

Eigentlich ja kein Stoff, den man mal eben so weg liest, aber das schien nicht jeden zu stören 😉

„Ich habe das Buch verschlungen, obwohl ich aus Zeitgründen schon lange kein Buch mehr gelesen habe.“

Manche gebrauchten Superlative:

„Das Buch ist das Beste, was mir seit langem in die Hände gekommen ist.“

Andere schrieben uns ihre Lernerfahrungen mit dem Buch:

„Euer Buch hat mich tief beeindruckt und mich nachdenklich gestimmt. Doch trotz aller Nachdenklichkeit nehme ich eine positive Botschaft aus dem Buch mit: Genieße jeden Moment im Leben und lass dich von negativen Erfahrungen nicht runterziehen, lerne daraus und mach das Beste daraus in der Zukunft. Das Leben ist zu kurz für eine pessimistische Grundeinstellung. […] Man bekommt das Gefühl, dass nicht zuletzt durch dieses Buch ein Stück von Jaël weiterlebt und ihre Eltern täglich begleitet.“

„Durch Ihr Buch habe ich gelernt, dass Dankbarkeit im Leben sehr wichtig ist. Vor allem Gesundheit ist nicht selbstverständlich und sollte geschätzt werden. Außerdem habe ich gelernt, dass man um das, was einem besonders wichtig ist, kämpfen sollte. Auch ‚Unmögliches‘ kann möglich werden.”

Und richtig bezaubernd fanden wir diese lieben Wünsche:

„Ich hoffe sehr, dass euer ‚Projekt‘ ein voller Erfolg wird und es auf allen Sprachen dieser Welt erscheint, damit jeder sieht, was für tolle Menschen/Eltern ihr seid und was man alles Positives aus einer eher negativen Situation bzw. einem Schicksalsschlag nehmen kann.“

Jaëls Geschichte in 7.000 Sprachen, das wäre wirklich was 🙂

„Danke, dass ich eure Geschichte lesen durfte und die Chance hatte, euch und Jaël kennenzulernen. Ich werde euch bestimmt niemals vergessen und wünsche euch alles Gute weiterhin.“

Wir danken. Für so viel wertschätzende Worte und ein Jahr voller Glück, Tiefe, Sinn und jeder Menge kostbarer Menschen und Begegnungen.

Weiter lesen Keine Kommentare

Lesung im Prachtwerk Berlin Neukölln

Unsere kleine Frühlings-Tour mit vier Lesungen startet nächste Woche in Berlin. Dort steht in Neukölln das Prachtwerk, das kürzlich seinen vierten Geburtstag feierte. Eine schöne Location, die seit 2014 mit Café, Musik und Kunst seine Besucher verwöhnt. Es gibt nicht nur Kreuzberger Kaffee, leckeren Cheesecake und Bier aus der Neuköllner Rollberg-Brauerei, sondern auch eine großzügige Bühne mit vielfältigem Programm. Am 9.3. dürfen wir hier dem Berliner Publikum unser Buch “Umarmen und loslassen” vorstellen.

Wir freuen uns sehr auf diese erste von vier Lesungen. Für alle, denen das Konzept “Lesung” nicht direkt vertraut ist, ist folgende Frage zu klären: Wird da etwa den ganzen Abend lang vorgelesen? Nein, keine ermüdende Vorlesung. Unsere Lesung umfasst gelesene Kostproben aus dem Buch, aber vor allem das lockere und offene Gespräch mit der Moderatorin, in Berlin ist es Friederike Hartwig, Mit-Inhaberin der Buchhandlung “Die gute Seite” vom Richardplatz.

Der Abend im Prachtwerk dreht sich um die bewegenden 13 Jahre mit unserer Tochter Jaël, um den Glauben an das Leben, Dankbarkeit, Glück. Von da aus öffnen sich Fenster zu weiteren wichtigen Lebensthemen: Fragen von Partnerschaft und Lebensphilosophie, der Umgang mit Krisensituationen und dem Verlust von geliebten Menschen.

Wir sind gespannt auf diesen Abend und auf wertvolle Begegnungen mit euch.

Veranstaltungsinfo & Tickets
Facebook-Veranstaltung

Weiter lesen Keine Kommentare

Gedanken zum dritten Todestag

Jaël mit zwei Jahren, lachend auf einem Sitzsack

Heute vor drei Jahren mussten wir unsere Jaël loslassen. Drei Jahre ohne ihr herzerwärmendes Lächeln und ihre zärtlichen Umarmungen. Sie ist kaum zu schließen, die Lücke, die unsere Tochter hinterlässt. Die Lücke ist da, und wir spüren sie täglich. Doch vor allem spüren wir große Dankbarkeit. Durch das Schreiben und Arbeiten an unserem Buch “Umarmen und loslassen” war uns Jaël in den vergangenen Monaten so präsent und nah.

Seit Ende Oktober und der Veröffentlichung des Buches schleicht sie sich nun still und heimlich auch in die Herzen von Menschen, die sie bisher gar nicht kannten. Die bewegenden persönlichen Rückmeldungen der Leserinnen und Leser zu “Umarmen und loslassen” erzählen davon und zaubern ein Lächeln auf unsere Gesichter. Zu lesen, wie unsere kleine Jaël und ihre Geschichte anderen Familien einen Hoffnungsschimmer bringt und in schwierigen Lebenssituationen Kraft spendet, bringt unsere Herzen zum Hüpfen und nimmt uns etwas von der Schwere dieses Tages. Dass in diesen Tagen das bezaubernde Lächeln unserer Tochter in Buchhandlungen, Fernsehbeiträgen und Zeitschriften erstrahlt, ist unbeschreiblich schön.

Wir sind unendlich dankbar, dass Jaël über ihren Tod hinaus Herzen berührt und Geschichte schreibt.

Weiter lesen Keine Kommentare

Erste Resonanz zu “Umarmen und loslassen”

Shabnam und Wolfgang Arzt präsentieren das Buch "Umarmen und loslassen" über die Geschichte mit ihrer Tochter Jaël

Eine knappe Woche ist seit der Veröffentlichung von “Umarmen und loslassen” vergangen, und wir staunen, welche Wertschätzung unser Buch bereits erfahren darf.

Es sind vor allem die vielen kleinen Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern, die unsere Herzen zum Hüpfen bringen:

  • “Euer Buch ist soo schön! Meine Weihnachtsgeschenke sind jetzt schon gesichert.”, sagt ein 16jähriges Mädchen.
  • Zwei Tage nach Veröffentlichung schreibt eine Leserin: “Ich hab das Buch sofort gelesen, ich konnte meine Augen einfach nicht mehr davon lassen. Es ist so eine wundervolle Geschichte, von der ich persönlich sehr viel mitgenommen habe.”
  • “Mein 21jähriger Sohn hat das Buch zufällig auf dem Tisch entdeckt und es direkt verschlungen!”, erzählt uns eine Mutter überrascht.
  • Ein junger Mann schreibt: “Das Buch ist ein Geschenk an Erfahrungen, für jeden, der es liest! Anders kann ich es nicht ausdrücken. Ihr habt damit etwas ganz Besonderes geschaffen.”
  • Eine Mama meldet uns zurück: “Es ist Hammer, toll, intensiv, schön, mitreißend, humorvoll, tiefgehend, ehrlich und sooo voller Liebe! Danke, dass ihr das Buch geschrieben habt!!”
  • Und selbst die dreijährigen Zwillinge unserer Freunde lassen ihre Jaël-Bücher nicht mehr aus den Händen. Abends vor dem Einschlafen studieren sie voller Neugier den 32seitigen Farbbildteil 🙂

Die Erwähnung in einer Buchbesprechung auf Deutschlandfunk Kultur verursachte bei uns kurzzeitiges Herzrasen, wir sind sehr dankbar für diese positive Resonanz.

Genauso freuen wir uns über den Artikel im Solinger Tageblatt, der noch vor der öffentlichen Buchpräsentation erschien.

Der 19.10.2017 im Kunstmuseum Solingen war für uns ein unvergesslicher Abend (Bericht im Solinger Tageblatt). 120 Tickets hatte der Veranstalter für die Buchpräsentation mit Lesung im Vorfeld verkauft. Am Abend konnten dann noch spontan weitere 20 Sitzplätze ermöglicht werden, so dass wir mit 140 Gästen die Premiere von “Umarmen und loslassen” feierten. Die Atmosphäre im Ratssaal war wohltuend entspannt und fröhlich, gleichzeitig irgendwie geheimnisvoll tiefgründig. Moderatorin Sina Vogt führte gekonnt und einfühlsam durch den Abend, wir erzählten aus dem Leben mit unserer Tochter Jaël, dazwischen lasen wir einzelne Passagen aus dem Buch. Die zwei Stunden vergingen viel zu schnell, wir freuen uns jetzt schon auf weitere Veranstaltungen, die in Planung sind.

Überhaupt sind unsere Herzen in diesen Tagen voller Dankbarkeit für die Reise, die “Umarmen und loslassen” nun angetreten hat. Und wir sind gespannt auf jede einzelne Etappe, die folgt, sowie auf die Erfahrungen unserer Leserinnen und Leser mit dem Buch.

Titelbild: Mika Helsper. Weitere Bilder: Schatzinsel-Buchhandlung Solingen.

Weiter lesen 3 Kommentare

Geburtstagsgrüße

IMG_5250

Heute offenbart uns ein Ausflug vom Südtiroler Etsch-Tal in luftige Höhen atemberaubende Ausblicke und Bilder. In welche Himmelsrichtung wir unseren Blick auch wenden – wir können nur dankbar staunen über die Größe und Schönheit der uns umgebenden Landschaft.

Das dankbare Staunen ist ein schönes Bild für diesen Tag. Für den 15. September 2017. Es ist der 16. Geburtstag unserer Tochter. Wir denken in Liebe und Dankbarkeit an Jaël, die wir vor mehr als zwei Jahren loslassen mussten. Wir erinnern uns dankbar zurück an die gemeinsamen Jahre. An Höhen und Täler.

Gleichzeitig schauen wir staunend nach vorne. In einem Monat erscheint das Buch, in dem wir die gemeinsamen 13 Jahre mit unserer Tochter reflektieren. Wir schauen staunend auf Dinge, die größer sind als wir selbst. Und sind dankbar für Vergangenes und Zukünftiges.

Weiter lesen 2 Kommentare