Wie jetzt?

Weil der Bestand der Meeressäuger durch Fischerei und Umweltgifte bedroht ist, hat die UN 2007 zum Jahr des Delphins ausgerufen. So weit so gut. Aber wenn ihr euch jetzt wie wir fragt, was man denn tun kann, außer beim Thunfischkauf richtig ins Regal zu greifen, macht sich Ernüchterung breit. Greenpeace-Meeresexpertin Stefanie Werner rät in einem Interview:

“Delfinarien sollte man meiden – auch im Urlaub. Delfine haben in Gefangenschaft nichts zu suchen. […] Delfinarien selber bedeuten für die in Freiheit sehr sozialen Tiere Trennung, Einsamkeit, Langeweile, Reizarmut in engen Becken, chemisch aufbereitetes Wasser, Stress und Lärm oder auch aufgezwungene Diäten als Trainingsmethode. Delfine in Gefangenschaft sind nur noch Schatten ihrer selbst und weit von ihrem natürlichen Verhaltenspotenzial entfernt.”

Delfinarien meiden? Ok, und die damit verbundenen Weblogs womöglich auch? Trennung? Einsamkeit? Langeweile? Reizarmut? Stress? Schatten ihrer selbst? Die Frau war wohl noch nie in Mundomar. Das glatte Gegenteil bot sich uns dort im Oktober 06. Klar gibt es Delphinarien, die man als Delphinfreund mit einem sehr unguten Gefühl verlässt. Mundomar in Spanien gehört definitiv nicht dazu. Im Gegenteil leistet der Tierpark mit seiner Arbeit einen großen Beitrag zur Erhaltung der Arten. In dem Interview ist wohl die militante Tierschützerin mit der guten Frau Werner durchgegangen, und dabei hat sie doch glatt den Delphin mit dem Becken ausgeschüttet.

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