{"id":534,"date":"2014-04-05T12:00:47","date_gmt":"2014-04-05T10:00:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.trisomie-18.de\/blog\/?p=534"},"modified":"2014-04-05T12:00:47","modified_gmt":"2014-04-05T10:00:47","slug":"kritische-lebensereignisse-bewaltigungsstrategien-oder-wie-man-von-der-theorie-in-die-praxis-stolpert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trisomie-18.de\/blog\/2014\/04\/05\/kritische-lebensereignisse-bewaltigungsstrategien-oder-wie-man-von-der-theorie-in-die-praxis-stolpert\/","title":{"rendered":"Kritische Lebensereignisse &#038; Bew\u00e4ltigungsstrategien \u2013 oder wie man von der Theorie in die Praxis stolpert"},"content":{"rendered":"<p>Kritische Lebensereignisse und Bew\u00e4ltigungsstrategien (Copingstrategien) war eines der Themen meiner Diplompr\u00fcfung. Dass ich die Pr\u00fcfung mit der Bestnote abgeschlossen hatte, wurde, sobald wir in eine Anh\u00e4ufung kritischer Lebensereignisse stolperten, zur Nebensache. Auf die Pr\u00fcfung hatte ich mich vorbereiten k\u00f6nnen. So wusste ich, was kritische Lebensereignisse sind und dass die Summe der \u00c4rgernisse zu Stressoren werden, die die Gesundheit angreifen. Die gute Nachricht, die ich f\u00fcr meine sp\u00e4teren Klienten dabei gelernt hatte, war, dass es Bew\u00e4ltigungsstrategien gibt: Man geht entweder emotionszentriert oder problemzentriert an die Krise heran, um den Stress zu reduzieren bzw. seine sch\u00e4dlichen Auswirkungen zu verringern.<\/p>\n<p>Soweit zur Theorie. Aber was macht man, wenn man selbst mitten in so einem Lebensereignis steckt und jeden Tag den Tod des geliebten und langersehnten Kindes vor Augen hat? Dann kann man nicht das Handbuch aufschlagen und sagen: &#8220;Ah, dann ist jetzt diese oder jene Strategie dran.&#8221; Denn zun\u00e4chst geht es nur ums \u00dcberleben. Irgendwie den Tag durchstehen. Und irgendwann, wenn man die verschiedenen Phasen durchlaufen ist, dann lernt man, was wirklich wichtig ist, was einem gut tut, und was man braucht, um nicht nur zu \u00fcberleben, sondern auch zu leben.<\/p>\n<p>Heute m\u00f6chte ich mit euch teilen, was uns gut tut. Dinge, die unser Leben lebenswert machen. Der Weg dahin ist\/war keineswegs einfach, ganz im Gegenteil &#8211; wahrhaft ein Kraftakt.<\/p>\n<p><strong>Annehmen<\/strong><br \/>\nDer erste Schritt der Bew\u00e4ltigung ist voll und ganz Ja zum Leben zu sagen. Wir freuen uns \u00fcber das, was da ist und sind nicht wehm\u00fctig \u00fcber das, was nicht da ist. Vor kurzem las ich den Satz: &#8220;Das Gras ist gr\u00fcner, &#8230; wo man ihm Wasser gibt.&#8221; Das hei\u00dft, dass ich aufh\u00f6ren muss, mich mit anderen zu vergleichen. Sehen, was ich schon habe und daf\u00fcr dankbar sein, es wertsch\u00e4tzen und pflegen. Dann wird es wachsen und mir eine Freude bereiten.<\/p>\n<p><strong>Dankbarkeit<\/strong><br \/>\nTrotz allem, was gerade in unserem Leben nicht gut l\u00e4uft, gibt es mit Sicherheit immer mindestens eine Sache, die positiv ist. Daf\u00fcr sind wir dankbar. Es kann auch eine Kleinigkeit sein. Es kann sein, dass es f\u00fcr andere selbstverst\u00e4ndlich ist. Das spielt keine Rolle. Wir schreiben es auf. Durch das Aufschreiben dr\u00fccken wir unsere Dankbarkeit anders aus und es kommt zu einem Perspektivwechsel. Weg vom Negativen hin zum Positiven.<\/p>\n<p><strong>Oasen im Alltag finden<\/strong><br \/>\nWas tut uns gut? Welche Menschen bringen uns zum Lachen? Wir tun das, was uns gut tut. Wir suchen die Gemeinschaft von Menschen, die uns sch\u00e4tzen, keine falschen Erwartungen an uns stellen, die uns das Gef\u00fchl geben, lebendig zu sein.<\/p>\n<p><strong>Den Augenblick genie\u00dfen<\/strong><br \/>\nGestern ist Vergangenheit und was morgen ist, wissen wir nicht. Wir machen uns also keine Sorgen um die Zukunft, sondern leben jetzt, sch\u00e4tzen das Leben, feieren und genie\u00dfen es. Wir warten nicht, bis das oder jenes passiert, bis wir unseren Herzenswunsch erf\u00fcllen. Wir stehen auf und tun es. Jetzt.<\/p>\n<p><strong>Sch\u00f6ne Erlebnisse sammeln<\/strong><br \/>\nWir wollen Erlebnisse und Erinnerungen statt Staubf\u00e4nger sammeln. Denn Gl\u00fcck kann man bekanntlich nicht kaufen, aber man kann (vorzugsweise mit anderen Menschen) Dinge erleben, an die man sich noch Jahre sp\u00e4ter gerne erinnert. Wir versuchen soviel wie m\u00f6glich zu reisen, neue Orte und Menschen kennenzulernen.<\/p>\n<p><strong>L\u00e4cheln, lachen und Freude ausbreiten<\/strong><br \/>\nEgal, wie die Situation gerade ist oder wie schlaflos die Nacht war, wir lachen viel. Und die Gl\u00fccksgef\u00fchle kommen von alleine. Das Beste ist, dass wir auch andere mit unserer Freude anstecken. Hier ist Ja\u00ebl unser absolutes Vorbild. Auch in Zeiten, in denen es ihr richtig schlecht geht und wir f\u00f6rmlich sehen k\u00f6nnen, wie das Leben sie verl\u00e4sst, schafft sie es, uns mit ihrer Lebensfreude anzustecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kritische Lebensereignisse und Bew\u00e4ltigungsstrategien (Copingstrategien) war eines der Themen meiner Diplompr\u00fcfung. Dass ich die Pr\u00fcfung mit der Bestnote abgeschlossen hatte, wurde, sobald wir in eine Anh\u00e4ufung kritischer Lebensereignisse stolperten, zur Nebensache. Auf die Pr\u00fcfung hatte ich mich vorbereiten k\u00f6nnen. 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