{"id":616,"date":"2014-08-04T12:37:54","date_gmt":"2014-08-04T10:37:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.trisomie-18.de\/blog\/?p=616"},"modified":"2026-08-13T21:38:17","modified_gmt":"2026-08-13T19:38:17","slug":"unsere-reise-mit-jael","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trisomie-18.de\/blog\/2014\/08\/04\/unsere-reise-mit-jael\/","title":{"rendered":"Unsere Reise mit Ja\u00ebl"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"616\" class=\"elementor elementor-616\" data-elementor-settings=\"[]\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-inner\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-section-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-60e4ddde elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"60e4ddde\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-row\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-15ece231\" data-id=\"15ece231\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-column-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-20e503a1 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"20e503a1\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-text-editor elementor-clearfix\"><p>Eltern zu werden bedeutet, sich auf eine Abenteuerreise mit den eigenen Kindern zu begeben. Gleichzeitig wissen wir, dass sich auf dieser Reise irgendwann die Wege trennen werden und wir unsere erwachsenen Kinder ziehen lassen m\u00fcssen. Denn wie sagte Goethe so sch\u00f6n: \u201eZwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Fl\u00fcgel.\u201c<\/p><p>Bereits vor Ja\u00ebls Geburt wussten wir, dass unsere gemeinsame Reise leider nicht so lange dauern w\u00fcrde wie bei anderen Eltern. Wir mussten diesen Abl\u00f6sungsprozess vom ersten Tag an lernen. Dass uns mit Ja\u00ebl so viel mehr Zeit geschenkt wurde, als \u00c4rzte und Statistiken prognostiziert hatten, ist f\u00fcr uns mehr als ein Wunder. Dieses t\u00e4gliche Geschenk ist uns bewusst, und wir genie\u00dfen Ja\u00ebl, solange sie bei uns ist.<\/p><p>Besonders seit Juli 2013 merken wir, dass Ja\u00ebls Koffer f\u00fcr ihre Abreise gepackt zu sein scheinen. In dieser Zeit hat sie leider immer mehr abgebaut, sodass wir sie im vergangenen Sommer von der Schulpflicht befreien lie\u00dfen. Wie lange Ja\u00ebl noch bei uns sein wird, wissen wir nicht. Aber diese Zeit soll sie so sch\u00f6n und stressfrei wie m\u00f6glich erleben.<\/p><p>Wir verbringen diese Zeit sehr intensiv miteinander. Deshalb bin ich dankbar, dass ich zu Hause bei ihr bleiben kann.<\/p><p>Manchmal schl\u00e4ft Ja\u00ebl sehr viel. An manchen Tagen k\u00f6nnen wir sie nur zu ihren Mahlzeiten wecken. Nach dem Essen bedankt sie sich noch mit einer liebevollen Umarmung, bevor sie bis zur n\u00e4chsten Mahlzeit weiterschl\u00e4ft.<\/p><p>Es gibt auch gute Tage. Leider sind sie selten geworden. Und sie strengen Ja\u00ebl so sehr an, dass sie am n\u00e4chsten Tag noch mehr schl\u00e4ft.<\/p><p>Nat\u00fcrlich ist es f\u00fcr uns als Eltern manchmal unertr\u00e4glich zu sehen, wie das Leben unsere geliebte Tochter mehr und mehr verl\u00e4sst. Unser Schmerz l\u00e4sst sich kaum in Worte fassen. Aber Ja\u00ebls enormer Lebenswille und ihre Liebe geben uns die Kraft, sie zu begleiten und die guten Momente ganz bewusst zu genie\u00dfen.<\/p><p>Auch in den Momenten, in denen sie keine Kraft hat, die Augen offen zu halten, umarmt sie uns ganz fest. Vielleicht m\u00f6chte sie uns damit auch sagen: \u201eIch will noch nicht gehen.\u201c<\/p><p>Ja\u00ebl auf ihrer Reise begleiten zu d\u00fcrfen, ist f\u00fcr uns ein Privileg. Wir mussten sehr fr\u00fch lernen loszulassen. Ja\u00ebl wird irgendwann ihre Fl\u00fcgel benutzen. Dann werden wir sie ziehen lassen \u2013 in ein neues Leben, in das sch\u00f6nste Leben.<\/p><p>Wir glauben, dass wir sie im Himmel wiedersehen werden. Deshalb wird der Trennungsschmerz zwar unendlich gro\u00df sein. Aber gleichzeitig freuen wir uns auf das Wiedersehen und auf das Fest, das wir dann gemeinsam feiern werden.<\/p><\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eltern zu werden bedeutet, sich auf eine Abenteuerreise mit den eigenen Kindern zu begeben. Gleichzeitig wissen wir, dass sich auf dieser Reise irgendwann die Wege trennen werden und wir unsere erwachsenen Kinder ziehen lassen m\u00fcssen. 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