Jaël wird im September 2001 in Remscheid geboren. Dass sie nicht ganz gesund ist, darauf hatten bereits die vielen Komplikationen während der letzten neun Monate hingedeutet. Eine Woche nach ihrer Geburt bringt ein Gentest die Diagnose: Das 18. Chromosom ist dreimal vorhanden – freie Trisomie 18.
Die Ärzte bereiten uns darauf vor, dass Jaël nur wenige Stunden, Tage, Wochen, maximal einige Monate zu leben hat. Wir sind am Boden zerstört.
Unser erstes Ziel: Jaël unser Zuhause zeigen.
Wir beten weiter um Heilung für unser Kind. Immer wieder kommen zu Jaëls Bett auf der Intensivstation und beten für sie. Wir bitten Gott darum einzugreifen und Jaël zu heilen. Unser Glaube gibt uns in dieser Zeit Hoffnung, auch wenn wir gleichzeitig große Angst um unser Kind haben.
Jaël bekommt eine Magensonde, da sie nicht genug trinkt. Dazu kommen heftige, lebensbedrohliche Atemaussetzer, die durch die Gabe von Sauerstoff ausgeglichen werden müssen.
Die nächsten drei Wochen erleben wir als Familie im Krankenhaus, zwischen unserem Zimmer und der Intensivstation.
