Beiträge mit Tag ‘Glücklich leben’

Ein Weihnachtsgruß

Mit diesen kostbaren Bildern aus dem Advent 2013 grüßen wir euch zum Weihnachtsfest 2014. Das erste Weihnachten ohne unsere Jaël fühlt sich sehr seltsam an. Nach Fest ist uns nicht zumute. Wie sollte es auch anders sein, wenn das wichtigste Familienglied, unser Sonnenschein, fehlt? Aber wir wissen sie in guten Händen, fröhlich und umsorgt. Das gibt uns in diesen Tagen Trost. Getröstete Weihnachten!

Danke an Hannes Leitlein für die wunderbaren Aufnahmen.

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“Glück ist, was einem erspart bleibt.”

Diesen Satz habe ich gerade in Viktor Frankls Buch “… trotzdem Ja zum Leben sagen” gelesen. Ein wirklich empfehlenswertes Buch. Frankl überlebte Auschwitz und beschreibt, wie wenig unser Glücksempfinden von unseren Lebensumständen abhängt. Dieser Satz lässt mich nicht mehr los, und ich bin wirklich zutiefst dankbar für alles, was uns in den letzten 11 Jahren erspart geblieben ist.

Er bringt mich aber auch zum Nachdenken. Über so viele (auch banale) Dinge, von denen ich wünschte, sie würden uns nicht erspart bleiben. Wir erleben viele, viele Dinge mit Jaël nicht und werden sie leider auch nie erleben:

  • Ich werde nicht mit ihr über ihr nicht aufgeräumtes Zimmer streiten können.
  • Ich werde mit ihr keine endlosen Diskussionen führen, wie lange sie fernsehen, mit ihren Freunden chatten oder telefonieren darf oder wie lange sie am Wochenende wegbleibt.
  • Ich werde sie nicht über ihr gebrochenes Herz der ersten großen Liebe trösten können.
  • Ich werde nicht stundenlang mit ihr Kleider für ihre Konfirmation, Abiball und Hochzeit suchen können.
  • Wir werden nicht bei einem Sportereignis am Rand stehen und sie anfeuern.
  • Wir werden nicht ihren Text für einen Theaterauftritt mit ihr proben und bei der Aufführung noch nervöser sein als sie…

All diese Dinge gehören zum Elternsein dazu. Nicht zu unserem. Es müsste mich traurig stimmen. Tut es vielleicht auch. Aber was überwiegt, ist das Glück, das ich z.B. jeden Morgen erlebe, wenn ich an Jaëls Bett komme und sie noch atmet und mich freudestrahlend umarmt. Oder wenn wir uns mit unserem Lachen gegenseitig anstecken (so wie gerade während ich diese Zeilen schreibe und sie auf meinem Arm ist), dann weiß ich: Glück ist jetzt. Glück ist nicht das, was ich nicht habe, sondern was gegenwärtig ist: Der Augenblick.

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