Noch 900 Kilometer bis zum Ziel

IMG_4827Am liebsten wären wir ja direkt mitgefahren, als das Team am Samstag mit vier Athleten und den Begleitfahrzeugen Richtung Ostküste startete (Video). Es waren emotionale Momente in Oceanside. Wir haben angefeuert, gejubelt, geschrien und gesegnet. Während wir das schreiben, haben die Jungs und Mädels die Rocky Mountains und insgesamt 3.900 Kilometer hinter sich gebracht. Hier könnt ihr den Rennverlauf verfolgen. RP online hat berichtet. Und auf der Facebook-Seite gibt es aktuelle Meldungen direkt vom Team.  Wenn alles klappt, werden wir Team Maxmo morgen Nachmittag in Annapolis beim Zieleinlauf treffen – und feiern!

 

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Race Day

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Guten Morgen von der Pazifikküste. Heute ist Racestart, bei uns um 12:00, in Deutschland ist es da bereits 21:00. Die Teams gehen im Abstand von 90 Sekunden an den Start, unser Team (T413) als Nr. 13. Auf tractalis.com könnt ihr ab Start verfolgen, wo sich das Team befindet. Wir werden am Start dabei sein und supporten, was das Zeug hält.

Vorgestern konnten wir das Team in ihrem Strandhaus besuchen, und wir sind immer noch inspiriert von dem Treffen. Ein 20köpfiges Team, perfekt organisiert und vorbereitet für das Rennen. Großartige Persönlichkeiten, und jeder arbeitet top motiviert an seiner Aufgabe. Und gleichzeitig locker und humorvoll, schließlich opfert jeder aus dem Team seinen Urlaub, um teilnehmen zu können.

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Wir waren eingeladen zum BBQ, die Jungs können grillen, so viel steht mal fest! :-) Zum Abschluss des Tages haben wir von unseren Erfahrungen berichtet: Welche große Rolle das Kinderpalliativteam für uns gespielt hat und warum sich daher jede Meile auf dem Rad lohnen wird, wenn Geld zusammen kommt und mehr Eltern diese Unterstützung erfahren können. Die Bilder und Filmsequenzen, die wir aus Jaëls Leben gezeigt haben, machten deutlich, was im Leben wichtig ist: Beziehung und Liebe.

Jetzt wünschen wir dem Team Segen, Bewahrung, Kraft, Motivation, Kreativität und eine unvergessliche Zeit auf den gemeinsamen 4.800 Kilometern quer durch die USA!! Ihr rockt das! Go Maxmo!

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Jaël fährt mit

RAAM_Begleitfahrzeug

Heute steht das Treffen mit dem RAAM-Team MAXMO auf dem Programm (Zum Hintergrund hatten wir im letzten Post geschrieben). Als wir in Oceanside, California, ankommen, steuern wir den erstbesten freien Parkplatz an. Neben uns steht, schöner Zufall, ein Begleitfahrzeug des MAXMO-Teams. Ohne uns das Fahrzeug näher anzuschauen, schlendern wir zum großen Pier hinüber, wo wir auf das 20-köpfige Team treffen, das schon einige offizielle Termine hinter sich hat. Nach ein paar Gesprächen bei Muffins und Getränken verabreden wir, das gemeinsame Foto am Strand hinter dem Strandhaus des Teams zu schießen. Bevor wir uns auf den Weg machen, fragt Oliver, der Teamchef, ob wir die Motorhaube der Begleitfahrzeuge schon gesehen haben und zeigt uns ein Foto: Jaëls Name ist als Schriftzug auf allen Begleitfahrzeugen. Was für eine Geste! Unfassbar: Unsere Tochter fährt tatsächlich mit von der West- zur Ostküste. In den Herzen des Teams und für alle sichtbar. Wir sind tief bewegt.

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Grüße aus USA

Bixby Bridge

Wir haben es getan. Wir sind unserem inneren Impuls gefolgt und in die Staaten geflogen, um dabei zu sein, wenn am 20.6. ein Sportler-Team für einen besonderen Zweck beim Race Across America an den Start geht und unsere Tochter im Herzen von der Westküste zur Ostküste mitnimmt.

Aber noch mal langsam von vorne. Im April 2014 besuchten uns Dr. Walter Kaiser und Oliver Dienst mit der Bitte, dass Jaël als Gesicht einer Sponsoring-Aktion zur Verfügung steht. Die Fahrer des Maxmo-Teams haben sich zum Ziel gesetzt, die 4.800 Kilometer des Race-across-America für das Kinderpalliativ-Team Sternenboot der Uni-Klinik Düsseldorf zu bewältigen. Damit Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen auch zukünftig zu Hause betreut werden können.

Wie wichtig diese Betreuung ist, haben wir hautnah erlebt. Das Team aus Ärzten und Pflegenden kam zu uns nach Hause, wenn es Jaël aufgrund von Infekten nicht gut ging, um ihr z.B. eine Infusion zu legen. Dadurch konnte uns oft ein mehrtägiger Klinikaufenthalt erspart werden. Auch als es Jaël gut ging, schaute das Team regelmäßig vorbei, um uns zu begleiten und zu beraten. Sie betreuten uns im Prozess des Abschiednehmens und sorgten dafür, dass alles zu Hause im familiären Umfeld geschehen konnte. Diese Unterstützung war für uns unglaublich kostbar und hilfreich.

charity_02Zurück zum Race across America: Nachdem unsere Jaël am 1. Dezember 2014 gegangen war, erhielten wir einen berührenden Brief, in dem das Maxmo-Team ausdrückte, was die Begegnung mit Jaël ihnen bedeutet hat und dass sie „Jaël im Herzen mitnehmen werden von der Westküste zur Ostküste“. Wir lasen den Brief und dachten spontan beide: Wenn sie Jaël „mitnehmen“, wollen wir beim Start dabei sein. Um den Fahrern Rückenwind zu geben. Und um dabei selbst einen weiteren Schritt im Trauerprozess zu gehen.

Denn eins haben wir gelernt auf dem Weg: Dem Bauchgefühl folgen, auf innere Impulse hören tut gut auf dem Weg des Abschiednehmens. Und so sind wir jetzt in den Staaten und auf dem Weg über den Pacific Highway Richtung Süden, wo wir das Maxmo-Team treffen werden. Während wir das hier schreiben, machen im Hintergrund die Möwen und Seehunde lautstark auf sich aufmerksam, und die Sonne geht auf über Morro Bay. In 4 Tagen ist Rennbeginn, wir freuen uns dabei zu sein – let´s go MAXMO!

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