Umarmen und Loslassen

Umarmen und loslassen von Shabnam Arzt

Ihr Lieben, hier ist es, das Jaël-Buch!

unsere Freundin Sofie hat es eben als Erste im Netz entdeckt und direkt vorbestellt :-) Mehr zum Buch erfahrt ihr auf der Seite des Verlages. Es gibt gerade keine Worte, um unsere Dankbarkeit und Freude auszudrücken.

Info
„Im 8. Schwangerschaftsmonat erfahren Shabnam und Wolfgang Arzt, dass ihr Kind vermutlich an einem schweren Chromosomen-Defekt leidet. Die Ärzte drängen sie zur Abtreibung, aber sie entscheiden sich für ihre Tochter. Jaël kommt mit Trisomie 18 zu Welt, die von Ärzten prognostizierte Lebenserwartung beträgt wenige Stunden, Tage, Wochen. Doch Jaël wird 13 Jahre alt und prägt auf ihrem Weg alle, die sie kennenlernen, mit ihrer ansteckenden Lebensfreude, überbordenden Liebe und dankbaren Haltung zum Leben. Mit absoluter Offenheit, voller Wärme und großer Zuversicht beschreiben ihre Eltern, was es bedeutet, ein Kind zu lieben – und zu verlieren. Ihre Geschichte macht Mut, an den Wert des Lebens zu glauben und schwierigen Situationen mit Optimismus und Humor zu begegnen. Vor allem aber zeigt sie, was für ein großes Vorbild uns ein kleines Mädchen sein kann.“

 

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Jaël – das Buch

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Zuletzt hatten wir spannende Neuigkeiten angekündigt, jetzt ist es offiziell:
Jaëls Geschichte wird als Buch erscheinen!

Wir sind überglücklich, im Ludwig Verlag (Heyne) einen wunderbaren und überaus kompetenten Partner gefunden zu haben, bei dem wir unsere Geschichte in guten Händen wissen. So freuen wir uns riesig auf das Jaël-Buch, das im Oktober 2017 erscheinen wird und ab Anfang Mai in allen Buchhandlungen (Deutschland, Österreich, Schweiz) vorbestellbar ist.

Für uns heißt es bis dahin schreiben, schreiben, schreiben… Ein Prozess, der große Freude macht, uns aber auch sehr herausfordert und viel Reflexion und Herzblut verlangt. Bei dieser Gelegenheit möchten wir Euch danken. Ohne Eure Unterstützung und Ermutigung würde es diesen Blog, und damit auch das Buch, nicht geben. Danke, dass Ihr Jaëls Geschichte so treu mitverfolgt habt, Euch in Höhen und Tiefen mit uns gefreut und mit uns gelitten habt.

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Ein Hauch von Frühling

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Frische Frühlingsblumen auf Jaëls Grab, und dazu die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres – das tut gut. Nach längerer Pause melden wir uns zurück und senden euch herzliche Grüße.

Übrigens: Wir haben nicht vergessen, dass wir euch für Januar spannende Neuigkeiten versprochen hatten und korrigieren hiermit auf März. Nur noch wenige Tage müsst ihr euch gedulden 😉

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Spannende Neuigkeiten

Genau an Jaëls zweitem Todestag brachte der Postbote Neuigkeiten, über die wir uns sehr freuen. Noch möchten wir nicht zu viel verraten, aber so viel sei gesagt: 2017 wird ein spannendes Jahr. Jaëls Leben hinterlässt weitere schöne Spuren. Mehr dazu im Januar März. Stay tuned 😉

Wir wünschen Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins Neue Jahr.

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Heilt die Zeit alle Wunden? Gedanken zum zweiten Todestag von Jaël

Jael lächelt verschmitzt

Ist es wirklich so, dass die Zeit alle Wunden heilt? Was, wenn die Wunde der Abschied von der geliebten Tochter und dem Sonnenschein der Familie ist? Wenn mit diesem Abschied auch ein Teil meiner selbst mit stirbt, schafft es die Zeit dann, auch diese Wunde zu heilen?

Unsere Jaël ist nun schon seit zwei Jahren nicht mehr bei uns. Zwei Jahre ohne ihr Lachen, ihr Glucksen, ihre herzerwärmenden Umarmungen. Die Wunde ist noch zu frisch. Vielleicht wird sie sich einmal schließen, es mag sich eine Kruste bilden. Aber dieser Schnitt ist so tief, dass Narben bleiben werden. Und das ist womöglich auch gut so, denn Narben erinnern an das, was war und nicht mehr da ist.

Trotz der Schwere, die sich in diesen Tagen in meinem Herzen ausbreitet, bin ich auch dankbar. Dankbar für Gesten, die zeigen, dass unsere Jaël nicht vergessen ist. Dankbar für Begegnungen und Gespräche, in denen Jaël weiterlebt. Dankbar für Menschen, die Jaëls Grab besuchen und einen kleinen Gruß hinterlassen. Dankbar, dass wir Eltern einer wundervollen Tochter sein dürfen. Dankbar, dass wir in Jaël so eine wunderbare Lehrerin hatten, die uns die Kunst der Dankbarkeit täglich vorgelebt hat. Und vielleicht sind es diese Gesten, Begegnungen und ein dankbares Herz, die den Heilungsprozess vorantreiben.

Eine Lücke, die unausgefüllt bleibt, aber nicht mehr als Stachel, sondern – wie Bonhoeffer es beschreibt – als kostbares Geschenk, das wir in uns tragen. Herzlichen Dank an alle, die uns auf diesem Weg tragen und begleiten.

„Zunächst: Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann, und man soll das auch gar nicht versuchen; man muss es einfach aushalten und durchhalten; das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.

Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft miteinander – wenn auch unter Schmerzen – zu bewahren.

Ferner: Je schöner die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“
(Dietrich Bonhoeffer, Brief an Renate und Eberhard Bethge, Gefängnis Berlin-Tegel an Heiligabend 1943)

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